Regeln

Ludo-Regeln: So wird gespielt, Zug für Zug

Während einer Partie Ludo würfelt jeder Spieler, wenn er dran ist, und zieht eine seiner Figuren um die gewürfelte Augenzahl. Mit einer Sechs bringst du eine neue Figur heraus, eine Figur, die auf einem Gegner landet, schickt ihn zurück ins Haus, und für den Einzug in die Zielgerade brauchst du die genaue Zahl. Hier alle Regeln im Detail.

Figuren ziehen

In jedem Zug:

  1. würfle;
  2. wähle eine deiner Figuren, die schon im Spiel ist;
  3. zieh sie um die gewürfelte Augenzahl weiter.

Die Figuren laufen auf der Laufbahn einmal um das Spielbrett bis zum Eingang ihrer Zielgeraden und ziehen dann über die Felder ihrer Farbe zur Mitte. Welche Figur du ziehst, entscheidest du selbst: Hier kommen Strategie und ein wenig Rechnen ins Spiel.

Die Sechs: eine neue Figur herausbringen

Eine Sechs ist immer eine gute Nachricht, aber sie bringt eine Pflicht mit sich:

  • solange noch Figuren in deinem Haus stehen, musst du eine herausbringen und sie auf das erste freie Feld der Laufbahn stellen;
  • danach würfelst du noch einmal;
  • und du musst genau die Figur ziehen, die du gerade herausgebracht hast.

Mit einer Sechs eine andere Figur zu ziehen, geht also erst, wenn dein Haus leer ist.

Sind alle Figuren schon draußen, ist die Sechs ein normaler Zug: Du ziehst eine beliebige Figur 6 Felder weiter.

Eine gegnerische Figur schlagen

Diese Regel macht das Spiel spannend: Bleibt deine Figur auf einem Feld stehen, auf dem eine gegnerische Figur steht, wird diese geschlagen und muss zurück in ihr Haus. Ihr Besitzer braucht erneut eine Sechs, um sie herauszubringen, und muss den ganzen Weg von vorn beginnen.

Ein Schlag kann einen Gegner viele Runden kosten, vor allem, wenn seine Figur fast im Ziel war. Umgekehrt kann jede deiner Figuren dasselbe Schicksal treffen: Eine Figur, die 6 Felder oder weniger vor einem Gegner steht, ist in Gefahr. Die Verteidigungsstrategien erklären, wie du dieses Risiko verringerst.

In die Zielgerade einziehen: die genaue Zahl

Nach der Runde um das Brett erreicht eine Figur den Eingang ihrer Zielgeraden in der Mitte des Spielbretts. Um einzuziehen:

  • muss die Augenzahl genau der Zahl der verbleibenden Felder entsprechen;
  • ist die Zahl größer, darf die Figur nicht einziehen: Sie bleibt stehen und wartet auf die nächste Runde.

Natürlich kannst du diesen Wurf für eine andere Figur nutzen.

In der Zielgeraden wird nicht übersprungen

Die Zielgerade hat mehrere Felder. Eine Figur, die schon dort steht, versperrt den Weg für die Figuren ihrer Farbe:

Beispiel: Deine erste Figur steht auf dem 3. Feld der Zielgeraden, eine zweite wartet am Eingang. Zeigt der Würfel mehr Felder, als bis direkt hinter die erste Figur nötig sind, darf die zweite nicht einziehen. Über eine Figur in der Zielgeraden darf man nicht hinausziehen.

Daraus folgt ein wichtiger Tipp, den die Regeln zum Spielende erklären: Zieh deine ersten Figuren so weit wie möglich nach hinten, damit für die nächsten Platz bleibt.

Unterschiede zu Mensch ärgere dich nicht

Ludo und Mensch ärgere dich nicht sind eng verwandt: Beide gehen auf das indische Pachisi zurück. Wenn du Mensch ärgere dich nicht kennst, findest du dich bei Ludo sofort zurecht. Der wichtigste Unterschied bei Gameludo:

  • kein Schlagzwang: Du entscheidest selbst, ob du eine gegnerische Figur schlägst oder lieber eine andere Figur ziehst. In vielen Regelvarianten von Mensch ärgere dich nicht ist das Schlagen dagegen Pflicht.

Gleich sind dagegen die Sechs zum Herausbringen, die drei Versuche, solange keine Figur im Spiel ist, und die genaue Augenzahl für das Ziel.

Die richtige Figur wählen

Solange du die gewürfelte Augenzahl einhältst, ziehst du die Figur, die deiner Taktik am besten dient. Stell dir bei jedem Wurf drei Fragen:

  1. Kann ich eine gegnerische Figur schlagen? Wenn ja, ist das oft der beste Zug.
  2. Ist eine meiner Figuren bedroht? Sie aus der Gefahrenzone zu ziehen, kann sie retten.
  3. Kann ich in die Zielgerade einziehen oder ihr näher kommen? Eine Figur in Sicherheit riskiert nichts mehr.

Zusammenfassung der Regeln während der Partie

SituationRegel
Normaler WurfEine Figur um die Augenzahl ziehen
Sechs mit Figuren im HausFigur herausbringen, noch einmal würfeln und diese Figur ziehen
Sechs ohne Figur im HausEine beliebige Figur 6 Felder ziehen
Landen auf einer gegnerischen FigurDie gegnerische Figur muss zurück ins Haus
Einzug in die ZielgeradeGenaue Augenzahl nötig
Figur schon in der ZielgeradenDarf nicht übersprungen werden

Wie die Partie beginnt, liest du in den Regeln zum Spielbeginn. Und um alles auszuprobieren, spiele Ludo kostenlos gegen drei Bots.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn man bei Ludo auf das Feld eines Gegners kommt?

Die gegnerische Figur wird geschlagen und muss zurück in ihr Haus. Ihr Besitzer braucht erneut eine Sechs, um sie herauszubringen, und muss den ganzen Weg von vorn beginnen.

Muss man bei einer Sechs eine Figur herausbringen?

Ja, solange noch Figuren im Haus stehen. Du bringst eine heraus, würfelst noch einmal und musst diese Figur ziehen. Sind alle Figuren schon im Spiel, darfst du mit der Sechs eine beliebige Figur ziehen.

Braucht man eine genaue Augenzahl, um ins Ziel zu kommen?

Ja. Die Augenzahl muss genau der Zahl der verbleibenden Felder entsprechen. Ist sie größer, bleibt die Figur stehen und wartet auf einen späteren Zug.

Ist Ludo dasselbe wie Mensch ärgere dich nicht?

Fast. Beide stammen vom indischen Pachisi ab und haben dasselbe Ziel. Bei Gameludo gibt es keinen Schlagzwang: Du entscheidest selbst, ob du schlägst. In vielen Regelvarianten von Mensch ärgere dich nicht ist das Schlagen dagegen Pflicht.

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